FIEBER
Allgemein gilt Fieber als ein Zeichen einer akuten Krankheit. Die Abwehrkräft im Körper werden angeregt. Sollte sich aber der Allgemeinzustand des Kindes rasch verschlechtern, dann erst sollte ein homöopathisches Mittel eingesetzt werden. Treten aber plötzlich irgendwelche Ausschläge auf, Nackensteifheit, Bewusstseinstrübung, Flüssigkeitsverlust oder Fieberzustände, die länger als 3 Tage anhalten, so sollte man sich auf jeden Fall einen ärztlichen Rat einholen.
Allgemeines Fieber
OSCILLO COCCINUM
Fieber tritt bei einer beginnenden Erkältung auf, Husten und Schnupfen folgen anschließend. Das Kind fühlt sich sehr schlapp und Gliederschmerzen sind nicht selten.
Hohes, plötzlich auftretendes Fieber
ACONITUM D12 (blaluer Eisenhut)
Sollte als Erstmittel bei akuten, plötzlich auftretenden Erkrankungen und Fieber eingesetzt werden. Bei rechtzeitiger Gabe kann teilweise ein Ausbruch einer Erkältung verhindert werden. Bei frierenden Kindern kommt es meist gegen Abend und nachts zu ansteigendem Fieber. Ursache ist oft kühles Wetter, wenn sich das Kind verkühlt hat. Es ist meist sehr unruhig und ängstlich.
BELLADONNA D12 (Tollkirsche)
Das Kind hat einen sehr heißen, roten Kopf, die Füße und Hände sind aber eiskalt. Es möchte aber unter der Decke gekuschelt bleiben. Das Fieber steigt sehr rasch an. Berührungen sind nicht erwünscht, es klagt über pochende Schmerzen, es will seine Ruhe haben. Die Augen glänzen, es hat Fantasievorstellungen.
CHAMOMILLA D12 (echte Kamille)
Das Fieber hält an, das Kind ist sehr verschwitzt, eine Wange ist rot, die Andere eher blass. Es möchte Kontakt, will herumgetragen werden, es ist sehr weinerlich und zornig.
FERRUM PHOSPHORICUM D12 (phosphorsaures Eisen)
Das Kind fühlt sich trotz Fieber allgemein gut, es spielt zufrieden vor sich hin. Meist kommen Ohren- oder Kopfschmerzen hinzu, diese kommen und gehen. Genauso wie die Gesichtsfarbe, diese wechselt von rot zu blass und umgekehrt. Ferrum phosphoricum sollte zu Beginn eines Infekts eingenommen werden.
Langsam ansteigendes Fieber
GELSEMIUM D12 (falscher Jasmin)
Im Sommer oder bei mildem, feuchtwarmen Wetter kommt es zu fieberhaften Erkältungen. Anfangs fühlt sich das Kind müde und schlapp, es beginnt zu frösteln. Es möchte einfach seine Ruhe haben, das öffnen der Augen wird schon als sehr lästig empfunden, auch das Trinken fällt ihm schwer. Das Fieber steigt aber nicht über 39 °C, Fließschnupfen tritt auch gehäuft mit auf.
BRYONIA D12 (rotbeerige Zaunrübe)
Das Fieber steigt sehr langsam an, wird aber meist sehr hoch. Es folgen starke Schweißausbrüche, welche aber Erleichterung bringen. Das Kind klagt über starke Kopfschmerzen, ist sehr ärgerlich, möchte seine Ruhe, jede Bewegung wird als lästig empfunden. Die Schleimhäute sind trocken, die Lippen eingerissen. Das Kind möchte sehr viel trinken, meist nur kalte Getränke.
PULSATILLA D12 (Küchenschelle)
Das Kind hat keinen Durst. Im warmen Zimmer verschlechtert sich der Krankheitszustand, an der frischen Luft geht es dem Kind wesentlich besser. Aber zu Hause möchte es zugedeckt sein. Das Fieber ist leicht, steigt aber gegen Abend an, das Kind ist weinerlich und jammert.
Fieber mit starkem Frösteln
ARSENICUM ALBUM D12 (weisses Arsenik)
Das Kind ist sehr verfroren und meist tritt Schüttelfrost mit auf. Das Fieber steigt sehr schnell über 39 °C an, der Puls ist sehr schnell. Es hat sehr viel Durst auf kalte Gertränke, kann es aber nur in kleinen Schlückchen trinken. Das schwache, ruhelose, ängstliche Kind sehnt sich trotz hohem Fieber nach Wärme. Verschlimmerung tritt meist um Mitternacht ein. Die Haut fühlt sich trocken und heiß an, bei einem Schweißausbruch kommt es zu Erleichterung.
NUX VOMICA D12 (Brechnuss)
Hitze und Frostschauer wechseln hin und her. Das Kind ist sehr kältempfindlich, es zittert, möchte aber trotz hohem Fieber zugedeckt bleiben. Die bestehenden Kopfschmerzen verstärken die schlechte Laune, das Kind ist zudem sehr gereizt und ungeduldig. Nach etwas Schlaf geht es ihm aber etwas besser.
Fieber mit Gelenkschmerzen
ARNICA D12 (Bergwohlverleih)
Das Kind fühlt sich mal heiß, mal kalt an, es wirkt ziemlich zerschlagen. Es ist ruhe- und schlaflos, jede Berührung wird als unangenehm empfunden. Das Gesicht ist rot und heiß.
EUPATORIUM PERFOLIATUM D12 (Wasserhanf)
Schüttelfrost tritt auf, anschließend beginnt das Fieber, welches am Morgen meist erhöht ist. Beim Schwitzen kommt es zu Erleichterung. Das Kind hat großen Durst, es klagt über hemmende Kopfschmerzen. Sämtliche Glieder und Muskeln schmerzen. Das Kind fühlt sich matt, möchte sich nicht bewegen.
RHUS TOXICODENDRON D12 (Giftsumach)
Nach Regen oder feuchter Kälte klagt das Kind über starke Gliederschmerzen, es fühlt sich steif, Bewegung und Wärme bringt aber Erleichterung. Es können Fieberbläschen auftreten, die Zunge ist duneklbraun belegt, die Spitze rot. Das Kind hat großen Durst auf Milch.