Oktober 27, 2010

Verschiedene Potenzen in der Homöopathie

Die homoöpahtischen Mitttel gibt es in verschiedenen Potenzen.

Potenzieren heißt verdünnen.

Verabreicht man ein Wirkstoff ohne zu verdünnen, kann es zu Vergiftungen oder allergischen Reaktionen kommen. Also verdünnt man den Wirkstoff nach einer speziellen Methode. Diese ist durch eine Reihenfolge von Verdünnungsschritten festgelegt. Die Ausgangsubstanz wird nach jedem Verdünnungsschritt kräftig und rhythmisch geschüttelt, bevor sie für die nächste Verdünnung weiter verarbeitet wird.

Eigentlich denkt man, je verdünnter das Mittel ist, um so weniger Wirkung zeigt sich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Mit zunehmender Verdünnung verstärkt sich die Kraft des Medikaments.

Beispiele einer Potenzierung:

Es gibt D, C, M und LM oder Q als Potenzen.

D entspricht die Verdünnung im Verhältnis 1 zu 10.

C entspricht die Verdünnung im Verhältnis 1 zu 100.

M entspricht die Verdünnung im Verhältnis 1 zu 1000, sie ist eine Abkürzung für C1000-Potenz.

LM oder Q entspricht die Verdünnung im Verhältnis 1 zu 50000.

D-Potenzen

Um ein Mittel der D-Potenz herzustellen, wird vom gelösten Ausgangsstoff der Ursubstanz 1 Tropfen mit 9 Tropfen Wasser/Alkohol-Lösung verdünnt und kräftig rhythmisch geschüttelt. Jetzt erhält man die D1-Potenz. Von dieser nimmt man 1 Tropfen und mischt diesen mit 9 Tropfen Wasser/Alkohol-Lösung so erhält man die D2-Potenz.
Schrittweise wird immer wieder zehnfach bei der Potenz der D-Reihe verdünnt.
Die Verdünnungsbasis ist also die 10, das D kommt somit von dezimal.
Die Zahl hinter dem D bedeutet die jeweilige Stufe der Potenzierung.

Es gibt folgende D-Potenzen:

D1, D2 ,D3, D4, D6, D12 und D30

Größere Verdünnungsschritte als die D- Potenz sind die C-Potenzen, bei denen wird in 100-fachen Verdünnungs-Schritten potenziert.

Bei M-Potenzen wird in 1.000-fachen und bei LM-Potenzen und Q-Potenzen wird in 50.000-fachen Verdünnungs-Schritten potenziert.

Es wird ebenso wie oben bei der D-Potenz beschrieben, in den verschiedenen Verdünnungsschritten potenziert.

Einnahme und Dosierung homöopathischer Mittel

Wie soll ich ein homoöpatisches Mittel einnehmen und wie dosieren?

Kinder mögen Globuli am Liebsten. Es sind kleine homoöpathische Streukügelchen, die auf Zuckerbasis hergestellt sind. Sie haben einen süßen Geschmack und werden deshalb von den Kindern am liebsten eingenommen. Diese sollten im Mund zergehen oder gelutscht werden.

Genause wie die homöopathischen Tabletten, diese sind für Kinder auch gut geeignet, schmecken aber etwas mehlig.

In den homöopathischenTropfen ist Alkohol enthalten, deshalb sind diese nur im äußersten Notfall für Kinder zu verabreichen. Es gibt aber auch alkoholfreie Tropfen, hier müssten Sie sich aber genauestens in Ihrer Apotheke beraten lassen.

Jedes Buch oder jeder homöopathischer Ratgeber gibt die Dosierung und Behandlungsdauer entprechend seiner Ausgabe an.

Nachfolgend können allgemeine Regeln helfen:

Sind die Beschwerden akut, sollte man niedriger potenzieren und häufiger anwenden, also zum Beispiel jede Stunde bis dreimal täglich. Hierfür kann man für Kleinkinder drei Globuli oder eine halbe Tablette verwenden, für Kinder fünf Globuli oder eine Tablette, für Jugendliche fünf bis zehn Globuli oder zwei Tabletten.

Beginnen die Beschwerden sich zu bessern, so wird die Einnahmehäufigkeit reduziert: zweimalige homöopathische Einnahme, am folgenden Tag nur noch einmal, drei bzw. fünf Kügelchen. Aber bitte nur solange geben, wie auch die Beschwerden bestehen.

Die Wirkzeit der einzelnen Globulie ist unterschiedlich, also somit auch die Dosierung:

D6/C6-Potenzen wirken zehn Minuten bis zu einigen Stunden.

D12/C12-Potenzen wirken eine Stunde bis zu einigen Tagen.

D30/C30-Potenzen wirken mehrere Stunden bis zu einigen Wochen.

Ein Mittel ist umso wirkungsvoller, je stärker dieses verdünnt ist.

Eine Einzelgabe eines Mittels ist wie folgt beschrieben.

Bei einem Kleinkind bis zu 3 Jahren:
eine halbe Tablette oder 3 Globuli ( bei Babys wird dies auf einem Holz- bzw. Plastiklöffel mit Wasser aufgelöst verabreicht, da sonst Erstickungsgefahr drohen könnte.) Wichtig: mit keine metallischen Gegenstände die Medikamente in Berührung bringen, da sonst die Wirkung verloren geht.

Kinder von 3 bis 13 Jahren:
1 Tablette oder 5 Globuli

Jugendliche nehmen 1-2 Tabletten, 5-10 Globuli oder 5- 10 Tropfen.

Außerdem gilt:

bei hochakuten Fällen alle 10 – 30 Minuten aber maximal 10 Gaben verabreichen.

Im Akutfall alle 1-2 Stunden maximal aber 12 Stunden verabreichen.

Im Normalfall 3 mal täglich einnehmen.

Im chronischen Fall 2 mal täglich einnehmen.

Homöopathische Mittel als Hausapotheke

Hier findet man folgende homöopathischen Mittel (alphapetisch aufgezählt), die in der Hausapotheke vorhanden sein sollten:

Aconitum:
dient als Erstmittel bei akuten Fällen, auch bei Schock oder hohem Fieber.

Apis:
bei Insektenstichen, vor allem von Bienen, Hautausschlägen, Halsentzündungen und Sonnenbrand.

Arnica:
hilft bei Prellungen, Hämatomen und sonstigen Verletzungen und Unfällen.

Arsenicum album:
Magen-Darm-Infekt, Durchfall und Erbrechen und leichte Lebensmittlevergiftungen.

Belladonna:
ist ein klassisches Fiebermittel, hilft bei akut auftretenden schmerzhaften Erkrankungen und Entzündungen.

Bryonia:
gegen Zerrungen und Gelenkschmerzen, aber auch geeignet bei Bronchitis, Erkältungen und Kopfscherzen.

Calcium phosphoricum:
Wachstumsschmerzen, Unruhe, Reizbarkeit, erschwerte Zahnung, Polypen, Durchfall und Schulkopfschmerzen.

Cantharis:
Sonnenbrand, Verbrennungen, Verbrühungen, hilft auch bei Harnwegsinfekten.

Causticum:
Heiserkeit, Husten, Warzen, Lähmungsgefühl.

Chamomilla:
für Bauchschmerzen, Blähungskoliken, Ohrenschmerzen, Durchfall, hilft auch bei Zahnungsproblemen.

Drosera:
bei starkem, krampfartigen Hustenanfällen, vor allem nachts.

Ferrum phosphoricum:
als Fieber- und Ohrenmittel, Erkältungen und bei Entzündungen ohne deutliche Symptome.

Gelsemium:
fieberhafte Grippe mit Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und bei Prüfungsangst.

Hepar sulfuris:
für eitrige Infektionen, Nasennebenhöhlenentzündung.

Hypericum:
bei Verletzungen von Nerven, Quetschungen von Fingern und Zehen.

Ipecacuanha:
Übelkeit, Erbrechen und obstruktive Bronchits, Husten.

Kalium carbonicum:
Erkältung, Katarrh, Nasennebenhöhlenentzündung.

Ledum:
Knochen- und Gelenkschmerzen, aber auch bei Erkältung, Stiche und Bisse und Stichwunden.

Lycopodium:
Schüchternheit, Mandelentzündung, Blähungskoliken, Verstopfung und Übergewicht.

Mercurius solubilis:
Geschwüre, überriechende Infektionen, Aphten und Mandelentzündung.

Natrium muriaticum:
Stress, Kummer, Heimweh, Schulkopfschmerz, Herpes.

Nux vomica:
Magen-Darm-Infektion, Blasenentzündung, Erkältung, Heuschnupfen,Einschlafprobleme.

Phosphorus:
Bronchitis, Husten, Heiserkeit, Nasenblutung, allgemeine Blutungen, Ängste, Erschöpfung und Konzentrationsstörung.

Pulsatilla:
ist vielseitig anwendbar, vor allem bei eher zarten Kindern, Erkältung, Infekt, Heimweh und Verdauungsstörungen.

Rescue remedy:
Notfall-Tropfen und -Salbe, für alle kleineren und größeren Notfällen, leichte Verbrennungen, Stress und Panikattacken.

Rhux toxicodendron:
Muskelkater, Gelenkschmerzen in Ruhe,Verrenkungen, Verstauchung,Zerrungen, Grippe mit Gliederschmerzen, Fieberbläschen, Lippenbläschen, Sommerduchfall.

Silicea:
Erkältung, Halsentzündung, Fremdkörperverletzung, Infektanfälligkeit, und bei langsam entwickelten Eiterungen, Polypen, Impfbeschwerden, Verstopfung.

Spongia:
bei Infektkrupp und bei trockenem Husten, Heisrkeit.

Staphisagria:
Schnittwunden, Gerstenkorn, Konzentrationsstörung, bei verdrängtem Kummer, Karies und bei Nabelkoliken.

Sulfur:
anhaltende Erkältung, juckender Hautausschlag, Infektanfälligkeit, geeingnet auch bei Ausleitung von chemischen Medikamenten, Duchfall, Verstopfung, bei unterdrückten oder verschleppten Krankheiten.

Thuja:
Erkältung, Polypen, Warzen, Neurodermitis, Nagelstörung und bei Impfbeschwerden.

Veratrum album:
Magen-Darm-Infekt, Brechdurchfall, und bei körperlichem Schwächezustand.

Oktober 21, 2010

Aufbewahrung homöopathischer Mittel

Homöopathische Mittel bewahrt man folgendermaßen am besten auf:

Damit die Wirkung nicht verloren geht sollten diese an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort aufbewahrt werden.

Für Kinder sollte der Zugang der homöopathischen Mittel immer unzugänglich sein.

Gerüche werden übertragen, somit sollten manvermeiden, daß Parfüme oder andere stark riechende Gegenstände nicht in der Nähe mit aufbewahrt werden.

Typabhänige homöopathische Kindermittel

Sehr wichtig!
Bei leichten und eindeutigen Beschwerden kann man die Kinder selbst homöopathisch behandeln.

Aber bei unbekannten, schlimmen, sowie länger anhaltenden Beschwerden als gewöhnlich trotz Behandlung, aber auch bei Verschlechterung des Zustand des Kindes, sollten man immer unbedingt zum Homöopathen oder Arzt gehen.

Hat man  festgestellt, daß sich mehrere homöopathische Mittel für die ein und die selben Beschwerden eignen. So gilt wieder, das Kind ganz genau zu beobachten, um das richtige Mittel zu finden. Die Beschwerden und die Symptome sind bei Jedem anders. Dies wird später genauer erläutert.

Es gibt auch typabhänigige homöopathsiche Mittel, d.h. diese sind speziell für den entsprechenden Typ Mensch am geeignetsten.

Jeder ist ein Individuum bestimmte Verhaltensmuster, Erbanlagen, verschiedenartige Begabung, verschiedene Charakterzüge usw. das alles macht die eigene Persönlichkeit aus.

Folgend werden alphabetisch verschiedene Kindertypen beschrieben, die für den jeweiligen Betroffenen typisch sind. T rifft eine Beschreibung genau zu, somit hat man meist schon das richtige Mittel für das Kind gefunden.

Calcium-carbonicum-Typ:
Dieses Kind ist eher stämmig, der Bauch ist oftmals aufgebläht. Als Baby besaß es reichlich Babyspeck. Es wirkt ungeschickt in seinen Bewegungen, besitzt wenig Körperspannung und ist unsportlich. Der Kopf ist relativ groß. Sie schwitzen sehr leicht im Kopfbereich, aber auch an den Gliedmaßen und das vor allem nachts. Durch die kalten feuchten Füßen führt es gehäuft zu Erkältungskrankheiten. Meist sind die Ohren und die Bronchien betroffen. Es ist eher gemächlich und gemütlich, geht nicht so offen auf Fremde zu, wirkt schüchtern. Diese Kinder sind aber innerlich gefestigt und stabil. Dinge, die sie in ihrem Tempo erledigen können meistern sie brilliant. Hektik und Stress beeinträchtig die Leistungsfähigkeit, sie ziehen sich zurück. Geduld ist angesagt, dann klappt alles perfekt. Insgesamt sind sie Spätentwickler, die Zahnung erfolgt relativ spät, genauso wie Laufen und Sprechen lernen. Süßes wird sehr gerne gegessen, Milch oder Fleisch wird nicht so gut vertragen, es führt zu Durchfällen und saurem Erbrechen.

Calcium-phosphoricum-Typ:
Es besteht eine leichte Mischung aus Calcium-carbonicum und Calcium-phosphoricum-Typ. Nächtliches Schwitzen im Kopfbereich und verspätete, schmerzhafte Zahnung ist normal.Wachstumsschmerzen in den Beinen, aber auch im Kopfbereich sind sehr schmerzhaft. Es ist sehr quirlig nicht zur Ruhe zu bringen, immer auf der Suche nach etwas Neuem, die Lebhaftigkeit schlägt aber auch sehr schnell um, es bleibt nicht lange bei einer Sache, Langeweile und damit verbundene Unzufriedenheit macht sich breit. In der Schule bekommt es häufig Kopfschmerzen, es kann sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren. Es ist aber auch sehr sensibel und ängstlich. Der Körperbau ist recht schmal, es besitzt einen langen, dünnen Hals, die Haare sind meist dunkel.

Causticum-Typ:
Diese Kinder sind sehr mitfühlend nicht nur im Bekanntenkreis, sondern bei allen Menschen. Sie reagieren schon sehr früh sensibel auf Ungerechtigkeit, die Andere erleben. Sie teilen ihre Erlebnisse zu Hause mit und setzen sich für Gerechtigkeit ein. Sie sind ängstlich bei Dunkelheit und nachts im Bett. Bei Geschichten oder Filmen versetzen sie sich in die Szene und können somit sehr erregt und ängstlich sein, oftmals muß man das Erlebte besprechen und erklären, daß dies nicht real ist. Die Sprachentwicklung ist verzögert und gehäuft stottern die Kinder oder sie reden sehr langsam. Die motorischen Fähigkeiten sind eher unsicher und wirken unbeholfen. Öfter kommt es auch vor, daß diese Kinder an Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden. Infekte mit Husten, Neigung zu Warzenbildung und Verstopfung sind nicht ungewöhnlich.

Chamomilla-Typ:
Dieses Kind ist nicht zufriedenzustellen, wirkt immer gereizt, ärgerlich, aufbrausend, will ständig etwas Neues haben, schmeißt dies aber gleich wieder wütend weg. Fehlt Aufmerksamkeit, so ist es zornig und tobt herum, rennt mit dem Kopf gegen die Wand. Wird es herumgetragen oder es wird sich mit ihm beschäftigt ist es zufrieden und ruhig. Es schwitzt sehr leicht, der Körper ist meist warm. Eine Wange ist rot die Andere eher blass. Bauchschmerzen bis hin zu Koliken und Durchfall sind nicht selten. Das Zahnen bereitet oft sehr starke Schmerzen.

Hepar-Sulfuris-Typ:
Diese Kinder ähneln dem Calcium-carbonicum-Typ, sie sind genauso etwas rundlich bzw. kräftig gebaut, gemächlich und neigen auch zu Infektanfälligkeit im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Das Mittel hilft sehr gut bei eitrigen Entzündungen. Die Kinder sind meist sehr verfroren, reizbar und auch jähzornig, wenn es um Kritik ihrerseits geht. Andererseits sind sie auch sehr sensibel und leicht verletzbar. Entzündete Stellen fühlen sich sehr schmerzhaft, stechend und splitterartig an. Bei Krankheit fühlen sich die Kinder schutzlos, ängstlich und verunsichert, aber auch wütend über den Zustand. Kalter Wind verursacht gehäuft Heiserkeit und Tonlosigkeit.

Lycopodium-Typ:
Diese Kinder sind oft sehr schlank, gehäuft mit aufgeblähtem Bauch und recht großem Kopf. Schon im Säuglingsalter ist leicht zu erkennen, daß der Verdauungsbereich Probleme bereitet. Die Haut ist gelblich, der Bauch gebläht. Es verlangt sehr häufig Nahrung, unterbricht dies aber ständig und kurz darauf folgen Bauchkoliken und Blähungen. Erleichterung erfährt es durch abgehende Winde. Es ißt sehr gerne Süßes. Mittelohr-, sowie Mandelentzündungen beginnen meist rechts. Es will nicht gerne ganz alleine sein, es beschäftigt sich sehr gut mit sich selbst, muß aber die Gewissheit haben jemand ist in der Nähe. Es verhält sich sehr unsicher bei allem Neuen, es ist eher schüchtern und zurückhaltend, hat es aber Sicherheit und Vertrauen gefasst, kann es sehr bestimmend aber auch schikanierend Anderen gegenüber auftreten.

Natrium-Chloratum-Typ:
Diese Kinder sind sehr schnell eingeschnappt, sensibel, leicht verletzbar und sehr nachtragend. Dies hat zur Folge, daß niemand mit ihnen sielen will. Das Kind beschäftigt sich deshalb viel alleine. Passiert etwas unvorhergesehenes, etwa wie eine Trennung der Eltern, so reagiert es anfangs über, es schreit herum. Später zieht es sich in ein Schneckenhaus zurück, läßt kaum Jemanden an sich heran. Es möchte gerne Anerkennung und Liebe, kann dies aber nicht zum Ausdruck bringen. Es trinkt sehr viel, ist ständig hungrig, ißt am liebsten Salziges und Brot. Es ist sehr tierlieb und deshalb auch oft Vegetarier. Gehäuft treten Hautausschläge auf und es leidet unter Sonnenallergie. Fließschnupfen ist nicht selten und es neigt außerdem zu Heuschnupfen. Fieberbläschen, Risse an den Mundwinkel und auf der Lippe sind typisch.

Nux-Vomica-Typ:
Diese Kinder kennen kaum Angst, außer vor Dunkelheit. Sie sind schlank, rastlos, temperamentvoll, und ehrgeizig. Sind aber sehr schlechte Verlierer und eigene Fehler gestehen sie sich nicht ein. Gelassenheit fehlt ihnen, deshalb fühlen sie sich schnell überfordert. Sie reagieren sehr gereizt, unzufrieden, aggresiv und neigen dazu schnell handgreiflich zu werden. Das Kind leidet in der Schule an Konzentrationsmangel und im Rechnen habert es. Mit sich selbst geht es sehr kritisch um, ist sehr pingelig und penibel. Gehäuft treten Kopfschmerzen auf. Auch die Verdauung bereitet Probleme, Bauchschmerzen und Erbrechen sind nicht selten. Bei Erkältungen kommen meist auch noch asthmatischen Beschwerden hinzu.

Phosphorus-Typ:
Diese Kinder haben meist sehr lange Wimpern und oft dünnes, rötliches Haar. Durch die fröhliche, aufgeschlossene, temperamentvolle, vor Freude sprühende Art, läßt es alle Mitmenschen um sich herum leicht damit anstecken. Diese Kinder lieben innigen Kontakt, kuscheln und umarmen gehört vor allem dazu. Sie sind leicht zu beeindrucken, aber auch ängstlich, schreckhaft und sensibel. Sie neigen zu Erschöpfung und Müdigkeit, aber sie erholen sich nach einer kurzen Pause sehr schnell. Ihre Widerstandskraft ist nicht so ausgeprägt, deshalb kommt es öfter zu Erkältungskrankheiten. Blaue Flecken sind nichts ungewöhnliches. Eiskalte Getränke, Eis und Schokolade, aber auch Salziges und Brause gehören zu den Favoriten. In der Schule lassen sie sich leicht ablenken und mit der Konzentration habert es auch.

Pulsatilla-Typ:
Diese Kinder haben meist blasse Haut, sind blauäugig und haben sehr helles, dünnes Haar. Passt vor allem zu sehr zaghaften Mädchen. Es gibt aber auch Pulsatilla-Jungen, diese besitzen einen liebevollen weiblichen Charakter. Die Gefühlsschwankungen sind extrem. Vom ausgibigem Lachen schwenkt es plötzlich zu herzzerreißenden Wein-, Schreianfällen. Es braucht immer den Kontakt zum Elternteil, will immer bestätigt haben, beliebt und geliebt zu sein. Diese Kinder trinken meist zu wenig. Schweres, fettes Essen bereitet Verdauungsstörung. Bei Erkältungen sondert es milden, gelb-grünen Schleim ab. Kälte bzw. kalte Umschläge tuen ihm gut, Wärme wird als unangenehm empfunden.

Rhux-Toxicodendron-Typ:
Diese Kinder sind immerzu in Bewegung, sie werden als hyperaktiv bezeichnet. Sie sind nicht nur körperlich, sondern auch innerlich nicht zur Ruhe zu bringen. Durch den ständigen Bewegungsdrang kommt es gehäuft zu Muskel- oder Gelenkverletzungen, Zerrungen usw. Bei Erkältungskrankheiten klagen diese Kinder gehäuft über Gliederschmerzen, auch Fieberbläschen sind nicht selten. Sie haben meist großen Durst und trinken sehr gerne Milch.

Silicea-Typ:
Diese Kinder sind zierlich, höflich und sehr gewissenhaft. Bei Fremden sind sie eher zurückhaltend und schüchtern, zu Hause oder in gewohnter Umgebung können sie ihren Willen durchsetzen, indem sie recht hartnäckig, stur aber auch dickköpfig auftreten. Sie frieren sehr schnell, sind aber an den Füßen und Händen immer schwitzig. Bei Erkältungen sind häufig die Ohren und die Nasennebenhöhlen und die Lunge mit beeinträchtigt. Sie brauchen viel Schlaf um sich zu erholen. Sie besitzen meist dünnes Haar und haben nicht selten wenig Appettit.

Sulfur-Typ:
Diese Kinder sind für alles Neue offen, alles geht nicht schnell genug. Sie besitzen einen unheimlichen starken Willen und haben sehr viel innere Kraft. Der Körperbau ist meist kräftig. Sie gelten auch als kleine Egoisten, Gefühle Anderer nehmen sie nicht so wichtig, streiten und raufen sich öfters mit anderen Kindern. Ordnung halten sie überhaupt nicht gerne, Plichten gehen sie eher selten nach. Die Haut bereitet Probleme, sie ist trocken, heiß, juckend, unrein, schuppig meist kommt es zu chronischen Ekzemen. Schweißausbrüche sind nicht selten. Sie haben ständig Hunger und Durst. Am liebsten essen sie Süßes, Milch wird nicht so gut vertragen.

Sind homöopathische Mittel für jedes Alter geeignet und woher bekommt man diese?

Woher bekommt man homöopatische Mittel?


Ohne Rezept ist es jederzeit in allen Apotheken erhältlich.
Kann man homöopatische Mittel in jedem Alter einnehmen?
Vom Baby bis hin zum hohen Alter können Globulie eingenommen werden.

Man sollte aber die bestehenden Symptome und die richtige Typwahl beachten, damit das homöopathische Mittel am besten Wirkung zeigen kann.

Einnahme von homoöpathischen Mittel

Können verschiedene homöopathische Mittel gleichzeitig eingenommen werden?


Ja, aber bitte etwas versetzt einnehmen, d.h. das erste Mittel einnehmen, nach ca. 15 Minuten das Nächste.

Bis zu 3 verschiedene Mittel können am Tag eingenommen werden, wenn es nötig ist.

Ein Mittel kann in einer höheren Potenz (C30) und die beiden Anderen sollten in einer niedrigeren bzw. mittleren Potenz (bis zu D15) gegeben werden.

Kann man schulmedizinische und homöopatische Mittel kompinieren?
Viele Medikamente der Schulmedizin heben die Wirkung der homöopatischen Medizin auf, somit ist der erwünschte Heilungserfolg beeinträchtigt.

Dies muß mit dem Arzt abgeklärt werden, er kann genau sagen, wann beide Medikamente zusammen eingenommen werden können, und somit eine sinnvolle Therapie ergeben.

Falsches homöopathisches Mittel verabreicht.

Man braucht sich keine Sorgen zu machen, es besteht bei der Einnahme der empfohlenen Potenzen keine Gefahr von Schäden.

Der Krankheitszustand wird sich nicht verbessern, wenn man ein falsches Mittel gewählt hat.

Man sollt am besten  noch einmal alle Symptome überprüfen und nach einem neuen, geeigneten Mittel für das Kind suchen.

Sollten sich die Beschwerden weiterhin nicht bessern, so muß man sich Hilfe bei einem ausgebildeten Homöopathen suchen.

Wie reagiert der Körper bei der Einnahme von Globuli?

Am Anfang einer Erkrankung hilft die Homoöpathie besonders gut.

Sollten die Beschwerden innerhalb eines Tages abgeklungen sein, kann die Therapie fortgesetzen werden. Denn homöopathische Mittel helfen nur, wenn sie auf die Ursache der Beschwerden richtig abgestimmt sind. Eine Besserung der Beschwerden bedeutet also, dass man mit der Mittelwahl richtig lag und das Kind nicht ernsthaft krank ist.

Bleiben die Beschwerden des Kindes bestehen oder werden gar noch schlimmer, dann hat man ein falsches Mittel ausgewählt.
Hilft am Anfang das homöopatische Mittel sehr gut, aber plötzlich nicht mehr, so kann es sein, daß sich die Symptome des Kindes verändert haben. Man sollte also nocheinmal die bestehenden Symptome des Kindes überprüfen und ein anderes Mittel auswählen.

Es kann manchmal vorkommen, daß sich bei der Einnahme eines homoöpatischen Mittels die Beschwerden verstärken, dies ist aber schnell wieder vorbei.

Es wird auch von Erstverschlimmerung gesprochen. Das ist ein sehr gutes Zeichen, denn es bestätigt, daß die Mittelwahl die Richtige war und der Körper des Kindes Abwehrkräfte gegen die Krankheit aufbaut. Jetzt sollte man mit der nächsten Gabe der Globuli warten, bis sich der Zustand wieder beruhigt hat. Anschließend fühlt sich das Kind wesentlich besser.  Als Erstreaktion könnte auch Fieber auftreten, das liegt daran, daß der Körper selbst versucht durch Hitze Krankheitserreger abzutöten.

Je akuter die Beschwerden sind umso schneller hilft das Mittel. Bestehen die Beschwerden schon etwas länger, so muß man Geduld aufbringen, denn es dauert ein Weilchen bis sich das Kind wieder fit fühlt.

Was muß man bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln beachten?

Globuli sollten am besten über einen Kunststoff- oder Holzlöffel eingenommen werden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten man die Globuli immer mit etwas abgekocktem Wasser aufgelöst geben, da sonst Erstickungsgefahr drohen kann.

Die Wirkung der homoöpatischen Mittel kann gehemmt sein bei sehr aromatischen Stoffen, Essig, Kamille, Coca-Cola, Menthol und Kampfer, welches in Zahnpasta gehäuft vorkommmt. Also immer Abstand halten, wenn man z.B. gerade die Zähne mit einer mentholhaltigen Zahnpasta geputzt hat, so sollte man die homöopathischen Globuli nicht im Anschluß einnehmen, man muß noch damit ca. 30 Minuten warten.

Auch ein körperlicher oder seelischer Schock, kann die Wirkung des Mittels stark beeinträchtigen.Alles was das Kind aus dem seelischen und körperlichen Gleichgewicht bringen kann unbedingt vermeiden, es sollte sich viel Ruhe und Schlaf gönnen. Eine gesunde Ernährung unterstützt ebenso eine positive heilende Wirkung der homoöpatischen Mittel.

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