Sehr wichtig!
Bei leichten und eindeutigen Beschwerden kann man die Kinder selbst homöopathisch behandeln.
Aber bei unbekannten, schlimmen, sowie länger anhaltenden Beschwerden als gewöhnlich trotz Behandlung, aber auch bei Verschlechterung des Zustand des Kindes, sollten man immer unbedingt zum Homöopathen oder Arzt gehen.
Hat man festgestellt, daß sich mehrere homöopathische Mittel für die ein und die selben Beschwerden eignen. So gilt wieder, das Kind ganz genau zu beobachten, um das richtige Mittel zu finden. Die Beschwerden und die Symptome sind bei Jedem anders. Dies wird später genauer erläutert.
Es gibt auch typabhänigige homöopathsiche Mittel, d.h. diese sind speziell für den entsprechenden Typ Mensch am geeignetsten.
Jeder ist ein Individuum bestimmte Verhaltensmuster, Erbanlagen, verschiedenartige Begabung, verschiedene Charakterzüge usw. das alles macht die eigene Persönlichkeit aus.
Folgend werden alphabetisch verschiedene Kindertypen beschrieben, die für den jeweiligen Betroffenen typisch sind. T rifft eine Beschreibung genau zu, somit hat man meist schon das richtige Mittel für das Kind gefunden.
Calcium-carbonicum-Typ:
Dieses Kind ist eher stämmig, der Bauch ist oftmals aufgebläht. Als Baby besaß es reichlich Babyspeck. Es wirkt ungeschickt in seinen Bewegungen, besitzt wenig Körperspannung und ist unsportlich. Der Kopf ist relativ groß. Sie schwitzen sehr leicht im Kopfbereich, aber auch an den Gliedmaßen und das vor allem nachts. Durch die kalten feuchten Füßen führt es gehäuft zu Erkältungskrankheiten. Meist sind die Ohren und die Bronchien betroffen. Es ist eher gemächlich und gemütlich, geht nicht so offen auf Fremde zu, wirkt schüchtern. Diese Kinder sind aber innerlich gefestigt und stabil. Dinge, die sie in ihrem Tempo erledigen können meistern sie brilliant. Hektik und Stress beeinträchtig die Leistungsfähigkeit, sie ziehen sich zurück. Geduld ist angesagt, dann klappt alles perfekt. Insgesamt sind sie Spätentwickler, die Zahnung erfolgt relativ spät, genauso wie Laufen und Sprechen lernen. Süßes wird sehr gerne gegessen, Milch oder Fleisch wird nicht so gut vertragen, es führt zu Durchfällen und saurem Erbrechen.
Calcium-phosphoricum-Typ:
Es besteht eine leichte Mischung aus Calcium-carbonicum und Calcium-phosphoricum-Typ. Nächtliches Schwitzen im Kopfbereich und verspätete, schmerzhafte Zahnung ist normal.Wachstumsschmerzen in den Beinen, aber auch im Kopfbereich sind sehr schmerzhaft. Es ist sehr quirlig nicht zur Ruhe zu bringen, immer auf der Suche nach etwas Neuem, die Lebhaftigkeit schlägt aber auch sehr schnell um, es bleibt nicht lange bei einer Sache, Langeweile und damit verbundene Unzufriedenheit macht sich breit. In der Schule bekommt es häufig Kopfschmerzen, es kann sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren. Es ist aber auch sehr sensibel und ängstlich. Der Körperbau ist recht schmal, es besitzt einen langen, dünnen Hals, die Haare sind meist dunkel.
Causticum-Typ:
Diese Kinder sind sehr mitfühlend nicht nur im Bekanntenkreis, sondern bei allen Menschen. Sie reagieren schon sehr früh sensibel auf Ungerechtigkeit, die Andere erleben. Sie teilen ihre Erlebnisse zu Hause mit und setzen sich für Gerechtigkeit ein. Sie sind ängstlich bei Dunkelheit und nachts im Bett. Bei Geschichten oder Filmen versetzen sie sich in die Szene und können somit sehr erregt und ängstlich sein, oftmals muß man das Erlebte besprechen und erklären, daß dies nicht real ist. Die Sprachentwicklung ist verzögert und gehäuft stottern die Kinder oder sie reden sehr langsam. Die motorischen Fähigkeiten sind eher unsicher und wirken unbeholfen. Öfter kommt es auch vor, daß diese Kinder an Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden. Infekte mit Husten, Neigung zu Warzenbildung und Verstopfung sind nicht ungewöhnlich.
Chamomilla-Typ:
Dieses Kind ist nicht zufriedenzustellen, wirkt immer gereizt, ärgerlich, aufbrausend, will ständig etwas Neues haben, schmeißt dies aber gleich wieder wütend weg. Fehlt Aufmerksamkeit, so ist es zornig und tobt herum, rennt mit dem Kopf gegen die Wand. Wird es herumgetragen oder es wird sich mit ihm beschäftigt ist es zufrieden und ruhig. Es schwitzt sehr leicht, der Körper ist meist warm. Eine Wange ist rot die Andere eher blass. Bauchschmerzen bis hin zu Koliken und Durchfall sind nicht selten. Das Zahnen bereitet oft sehr starke Schmerzen.
Hepar-Sulfuris-Typ:
Diese Kinder ähneln dem Calcium-carbonicum-Typ, sie sind genauso etwas rundlich bzw. kräftig gebaut, gemächlich und neigen auch zu Infektanfälligkeit im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Das Mittel hilft sehr gut bei eitrigen Entzündungen. Die Kinder sind meist sehr verfroren, reizbar und auch jähzornig, wenn es um Kritik ihrerseits geht. Andererseits sind sie auch sehr sensibel und leicht verletzbar. Entzündete Stellen fühlen sich sehr schmerzhaft, stechend und splitterartig an. Bei Krankheit fühlen sich die Kinder schutzlos, ängstlich und verunsichert, aber auch wütend über den Zustand. Kalter Wind verursacht gehäuft Heiserkeit und Tonlosigkeit.
Lycopodium-Typ:
Diese Kinder sind oft sehr schlank, gehäuft mit aufgeblähtem Bauch und recht großem Kopf. Schon im Säuglingsalter ist leicht zu erkennen, daß der Verdauungsbereich Probleme bereitet. Die Haut ist gelblich, der Bauch gebläht. Es verlangt sehr häufig Nahrung, unterbricht dies aber ständig und kurz darauf folgen Bauchkoliken und Blähungen. Erleichterung erfährt es durch abgehende Winde. Es ißt sehr gerne Süßes. Mittelohr-, sowie Mandelentzündungen beginnen meist rechts. Es will nicht gerne ganz alleine sein, es beschäftigt sich sehr gut mit sich selbst, muß aber die Gewissheit haben jemand ist in der Nähe. Es verhält sich sehr unsicher bei allem Neuen, es ist eher schüchtern und zurückhaltend, hat es aber Sicherheit und Vertrauen gefasst, kann es sehr bestimmend aber auch schikanierend Anderen gegenüber auftreten.
Natrium-Chloratum-Typ:
Diese Kinder sind sehr schnell eingeschnappt, sensibel, leicht verletzbar und sehr nachtragend. Dies hat zur Folge, daß niemand mit ihnen sielen will. Das Kind beschäftigt sich deshalb viel alleine. Passiert etwas unvorhergesehenes, etwa wie eine Trennung der Eltern, so reagiert es anfangs über, es schreit herum. Später zieht es sich in ein Schneckenhaus zurück, läßt kaum Jemanden an sich heran. Es möchte gerne Anerkennung und Liebe, kann dies aber nicht zum Ausdruck bringen. Es trinkt sehr viel, ist ständig hungrig, ißt am liebsten Salziges und Brot. Es ist sehr tierlieb und deshalb auch oft Vegetarier. Gehäuft treten Hautausschläge auf und es leidet unter Sonnenallergie. Fließschnupfen ist nicht selten und es neigt außerdem zu Heuschnupfen. Fieberbläschen, Risse an den Mundwinkel und auf der Lippe sind typisch.
Nux-Vomica-Typ:
Diese Kinder kennen kaum Angst, außer vor Dunkelheit. Sie sind schlank, rastlos, temperamentvoll, und ehrgeizig. Sind aber sehr schlechte Verlierer und eigene Fehler gestehen sie sich nicht ein. Gelassenheit fehlt ihnen, deshalb fühlen sie sich schnell überfordert. Sie reagieren sehr gereizt, unzufrieden, aggresiv und neigen dazu schnell handgreiflich zu werden. Das Kind leidet in der Schule an Konzentrationsmangel und im Rechnen habert es. Mit sich selbst geht es sehr kritisch um, ist sehr pingelig und penibel. Gehäuft treten Kopfschmerzen auf. Auch die Verdauung bereitet Probleme, Bauchschmerzen und Erbrechen sind nicht selten. Bei Erkältungen kommen meist auch noch asthmatischen Beschwerden hinzu.
Phosphorus-Typ:
Diese Kinder haben meist sehr lange Wimpern und oft dünnes, rötliches Haar. Durch die fröhliche, aufgeschlossene, temperamentvolle, vor Freude sprühende Art, läßt es alle Mitmenschen um sich herum leicht damit anstecken. Diese Kinder lieben innigen Kontakt, kuscheln und umarmen gehört vor allem dazu. Sie sind leicht zu beeindrucken, aber auch ängstlich, schreckhaft und sensibel. Sie neigen zu Erschöpfung und Müdigkeit, aber sie erholen sich nach einer kurzen Pause sehr schnell. Ihre Widerstandskraft ist nicht so ausgeprägt, deshalb kommt es öfter zu Erkältungskrankheiten. Blaue Flecken sind nichts ungewöhnliches. Eiskalte Getränke, Eis und Schokolade, aber auch Salziges und Brause gehören zu den Favoriten. In der Schule lassen sie sich leicht ablenken und mit der Konzentration habert es auch.
Pulsatilla-Typ:
Diese Kinder haben meist blasse Haut, sind blauäugig und haben sehr helles, dünnes Haar. Passt vor allem zu sehr zaghaften Mädchen. Es gibt aber auch Pulsatilla-Jungen, diese besitzen einen liebevollen weiblichen Charakter. Die Gefühlsschwankungen sind extrem. Vom ausgibigem Lachen schwenkt es plötzlich zu herzzerreißenden Wein-, Schreianfällen. Es braucht immer den Kontakt zum Elternteil, will immer bestätigt haben, beliebt und geliebt zu sein. Diese Kinder trinken meist zu wenig. Schweres, fettes Essen bereitet Verdauungsstörung. Bei Erkältungen sondert es milden, gelb-grünen Schleim ab. Kälte bzw. kalte Umschläge tuen ihm gut, Wärme wird als unangenehm empfunden.
Rhux-Toxicodendron-Typ:
Diese Kinder sind immerzu in Bewegung, sie werden als hyperaktiv bezeichnet. Sie sind nicht nur körperlich, sondern auch innerlich nicht zur Ruhe zu bringen. Durch den ständigen Bewegungsdrang kommt es gehäuft zu Muskel- oder Gelenkverletzungen, Zerrungen usw. Bei Erkältungskrankheiten klagen diese Kinder gehäuft über Gliederschmerzen, auch Fieberbläschen sind nicht selten. Sie haben meist großen Durst und trinken sehr gerne Milch.
Silicea-Typ:
Diese Kinder sind zierlich, höflich und sehr gewissenhaft. Bei Fremden sind sie eher zurückhaltend und schüchtern, zu Hause oder in gewohnter Umgebung können sie ihren Willen durchsetzen, indem sie recht hartnäckig, stur aber auch dickköpfig auftreten. Sie frieren sehr schnell, sind aber an den Füßen und Händen immer schwitzig. Bei Erkältungen sind häufig die Ohren und die Nasennebenhöhlen und die Lunge mit beeinträchtigt. Sie brauchen viel Schlaf um sich zu erholen. Sie besitzen meist dünnes Haar und haben nicht selten wenig Appettit.
Sulfur-Typ:
Diese Kinder sind für alles Neue offen, alles geht nicht schnell genug. Sie besitzen einen unheimlichen starken Willen und haben sehr viel innere Kraft. Der Körperbau ist meist kräftig. Sie gelten auch als kleine Egoisten, Gefühle Anderer nehmen sie nicht so wichtig, streiten und raufen sich öfters mit anderen Kindern. Ordnung halten sie überhaupt nicht gerne, Plichten gehen sie eher selten nach. Die Haut bereitet Probleme, sie ist trocken, heiß, juckend, unrein, schuppig meist kommt es zu chronischen Ekzemen. Schweißausbrüche sind nicht selten. Sie haben ständig Hunger und Durst. Am liebsten essen sie Süßes, Milch wird nicht so gut vertragen.